Kaufhaus Lüneburg

Alle Läden für die Hosentasche:

App StoreGoogle PlayStore

Kulturring Dannenberg e.V.: EinSichten - Nomos-Quartett / Samstag, 15.06.2019 / 20:00 Uhr / Bahnhof Dannenberg

Klassik

EinSichten: Nomos-Quartett



 


das Dissonanzen-Konzert von Wolfgang Amadeus Mozart; Werke von Franz Schubert

In jeder Melodie, jeder Musik liegen innere Ordnungen verborgen. Dieses Phänomen spiegelt sich in dem Begriff Nomos, der in der Antike nicht nur für Ordnung und Gesetz stand, sondern ebenso für musikalische Weise oder Melodie. Nomos bedeutet für uns, die inneren Strukturen eines jeden Werkes lebendig werden zu lassen.“

Bereits während ihrer Studienzeit – u.a. in Berlin, Hannover, Frankfurt, Paris und New York – waren die vier MusikerInnen Mitglieder in Ensembles, wie dem „Ensemble Modern”, der „Jungen Deutschen Philharmonie“ und dem „European Union Youth Orchestra“. 1984 gründeten sie das Nomos-Quartett und gewannen in den folgenden Jahren zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben.

Prägend für das Musikverständnis des Nomos-Quartetts war die Zusammenarbeit mit bedeutenden Musikerpersönlichkeiten: Ramy Shevelov, der sie in die Grundlagen der Kammermusik einführte, das Amadeus-Quartett, das ihnen die große Tradition des Streichquartettspiels vermittelte, Nikolaus Harnoncourt, der sie anregte und bestärkte, die Partituren der Wiener Klassik neu zu lesen, und György Kurtág, den sie nicht nur als Komponisten hoch schätzen, sondern auch als genialen Kenner der Streichquartette Beethovens.

Heute ist das Nomos-Quartett „eine der überragenden Quartettformationen der Gegenwart“ (Klaus J. Schönmetzler). Sein unverwechselbares Profil gewinnt das Ensemble aus intelligenten Konzert-Dramaturgien, in welchen thematisch aufeinander bezogene Werke der verschiedensten Zeiten und Genres – von der großen tradierten Quartett-Literatur bis zur neusten Musik – vielfältig kombiniert werden. „Aus dem Innersten“ heißt die hannoversche Konzertreihe des Nomos-Quartetts: Jährlich vier exzeptionelle Programme mit „intimer“ Kammermusik von Haydn bis heute.

Das Nomos-Quartett, in dem seit 2013 die junge Geigerin Meike Bertram neue Impulse setzt, überzeugt durch mitreißenden Schwung, Lebendigkeit und Offenheit – und die Reife mehr als 30-jähriger gemeinsamer Erfahrung.

In den Programmkonzepten des Nomos-Quartetts nimmt die Neue Musik einen besonderen Platz ein. Neben der klassischen Moderne zählen die wichtigen Streichquartette der Avantgarde zu seinem Repertoire. Darüber hinaus ist das Nomos-Quartett offen für die neusten kompositorischen Entwicklungen. Das Nomos-Quartett hat diverse Kompositionsaufträge vergeben und durch Uraufführungen neue Werke im Konzertleben etabliert. Dies führte und führt zu vielfältiger und fruchtbarer Zusammenarbeit mit herausragenden Komponistinnen und Komponisten der Gegenwart.

Mozart spielt in seinem luziden Werk mit Formen und Empfindungen, in vollkommener Verbindung von Leichtigkeit und „Kompositionswissenschaft“. Thomas Adès spielt mit Zeiten und Zitaten: Ein Thema aus Mozarts Zauberflöte, ein Tango mortale, eine Trauermusik in Erinnerung an Edward Elgar… Auch Strawinsky spielt mit Genres und die herausragende Komponistin Sarah Nemtsov schreibt für dieses Programm ein neues, auf Mozarts Werk bezogenes Streichquartett.

Das Nomos-Quartett

Martin Dehning – Violine
Meike Bertram – Violine
Friederike Koch – Viola
Sabine Pfeiffer – Violoncello